• Philipp Mertens

Gott tut heute noch Wunder: Über unsere Erlebnisse in Brasilien

Aktualisiert: Okt 18

Nun ist er also schon wieder vorbei: Unser Gebetseinsatz in Brasilien mit Dr. Randy Clark und Global Awakening liegt hinter uns. Acht Tage voller unfassbarer Wunder, Gottesbegegnungen, genialer Gemeinschaft – aber viel zu wenig Schlaf.


Darauf waren wir alle irgendwie vorbereitet – dachten wir. Und doch trifft es einen nochmal anders, wenn man hautnah dabei ist. Zwar befinden wir uns noch mitten im Verarbeiten des Erlebten, jedoch ist eines klar: Wir alle, die wir dort waren, sind nicht mehr die selben wie vorher. Gott hat uns mit Seinem sichtbaren Handeln überrascht und vollkommen ins Staunen gebracht – selbst die alten Hasen wie Randy, der mittlerweile zum 120sten Mal in Brasilien war, hat gesagt, dass es von Jahr zu Jahr intensiver wird. Für Katha und mich war aber auch die warmherzige, beziehungsorientierte Kultur der Brasilianer, ein echtes Highlight. Kurzum: Wir wollen mehr! Trips wie diese haben Suchtcharakter :-).


Jetzt aber mal im Einzelnen: Wir waren bereits Freitag vorletzter Woche in São Paulo angekommen. Dadurch konnten wir ein wenig akklimatisieren, erste Eindrücke in diesem sehr ambivalenten Land gewinnen und waren nicht gejetlagt, als wir am Dienstag auf den Rest des Teams trafen.



Denn abends startete bereits die erste Session mit ausführlicher Einführung und sog. “Impartation”. Dieses Phänomen der “Impartation”, was sich schlecht ins Deutsche übersetzen lässt, leitet sich am deutlichsten von Röm 1,11 ab:


Denn ich möchte euch so gerne einmal treffen. Ich möchte euch etwas von der Gabe weitergeben, die mir vom Heiligen Geist geschenkt wurde.


Bei ”Impartation” geht es somit um den Transfer von Geistesgabe(n). Im Grunde kennen das die meisten auch, die sich regelmäßig im kirchlichen Umfeld bewegen: Man legt jemandem die Hände auf (zB auf die Schulter, Rücken, Stirn; vgl. 2 Tim 1,6) und betet bzw. segnet denjenigen.



Soweit ich weiß, geschieht das bei so ziemlich jeder Ordination, sprich der Einsegnung in ein kirchliches Amt (als Pastor, Diakon, Bischof etc.). Und genau darum geht es: Paulus macht deutlich, dass es kein simples Ritual ist, sondern Gott wirklich etwas tut, ja etwas vom Heiligen Geist an die andere Person übertragen wird. Manche Menschen, zB Randy Clark, haben für diese Art von Dienst eine besondere Begabung und Berufung von Gott bekommen, durch die neue Geistesgaben und/oder Berufungen beim anderen freigesetzt werden können. Mehr zum Thema Impartation findet ihr in Randys Buch “Es gibt mehr!”


Solche Impartation-Sessions können echt lustig und unterhaltsam werden, denn wenn die Kraft Gottes einen Menschen erwischt, kann alles Mögliche passieren: Viele Menschen fallen unter dem Gewicht der Herrlichkeit Gottes um (deshalb bedeutet das hebräische Wort für Herrlichkeit, Kavod, ursprünglich auch “Gewicht”). Etliche bleiben liegen und/oder verleihen dieser Kraft Gottes Ausdruck: Menschen weinen, lachen, zittern, schwitzen; manche schreien sogar, weil es sich so anfühlt wie elektrischer Strom, der durch ihren Körper hindurchgeht. Gottes unsichtbare Kraft trifft auf die physische Welt und wird dadurch sichtbar.


Bei Katha und mir ist das bisher so intensiv nicht passiert. Denn diese sog. “Manifestationen”, wie man sie zB in Apg 2,13 findet, sind kein Muss, zumal viele sich auch zusammenreißen könnten. Im Grunde ist das wie bei Gefühlen von Schmerzen, Trauer oder großer Freude: Selbstverständlich kann ich mir das in vielen Fällen verkneifen. Das Kontrollieren von unseren Emotionen ist insbesondere in der deutschen Kultur tief verwurzelt. Logik und Nüchternheit haben einen immensen Stellenwert. Dabei stelle ich mir jedoch die Frage: Warum? Gesund ist das auf jeden Fall nicht, sich immerzu zusammenzureißen – und ich spreche da aus eigener Erfahrung. Außerdem: Wer schon mal eine Art “Lach-Anfall” hatte, weiß selbst, dass es Momente gibt, in denen man sich für kurze Zeit einfach nicht mehr unter Kontrolle hat. Und das Beste daran: Ich weiß von keinem einzigen Fall, in dem Gott durch so eine Art von Erlebnis nicht etwas Wunderbares, Heilsames und/oder Befreiendes in dem jeweiligen Menschen getan hat. Es mag komisch aussehen und sich sogar unbequem anfühlen, aber am Ende hat Gott etwas dadurch getan. Auch wenn wir es nicht sofort verstehen.


Das Kernstück unseres Trips waren die Tage Mittwoch bis Samstag, an denen die Konferenz ”Voice of the Apostles” (VOA) erstmalig auch in Brasilien stattfand. Speaker waren neben Randy Clark auch Tom Jones, William Wood, Joanne Moody und der Gastgeber Carlito Paes, leitender Pastor der “Igreja da Cidade” in São José dos Campos, einer Gemeinde mit mittlerweile 20.000 Mitgliedern:




Als Teil des Gebetsteams durften wir vor, während oder nach den jeweiligen Predigten immer wieder für Menschen beten – einerseits für die bereits oben erwähnte “Impartation”, andererseits für Heilung von allen möglichen Krankheiten. ZB geschah Letzteres, indem jeder von uns den Heiligen Geist fragte, was Er jetzt in dieser Situation tun möchte (sog. “Worte der Erkenntnis”: Du kennst einen Krankheitszustand, den Du nicht wissen kannst). Anschließend verteilten wir uns auf der Bühne und warteten darauf, dass die Menschen mit dem entsprechenden Krankheitsbild oder den Symptomen zu uns kamen:



Anstatt Statistiken zu präsentieren, die für den einen unvorstellbar erscheinen, für den anderen unglaubwürdig, möchte ich nachfolgend von meinen persönlichen Erlebnissen berichten. Denn diese Erlebnisse habe ich mit deutsch-kritischem und geschultem Blick gemacht und weiß von daher, was ich gesehen habe und was nicht.


Um das für mich Unvorstellbare, ja regelrecht Unmögliche, gleich vorwegzunehmen: Alle Brasilianer/innen, für die ich in dieser Zeit (allein oder mit jemand zusammen) gebetet habe, sind ihrer eigenen Aussagen nach mindestens zum Teil geheilt worden, großenteils sogar vollständig. Wofür genau hatte ich jeweils gebetet?


  • 4x Knieschmerzen sind komplett verschwunden (außerdem waren bei einem Amerikaner nach Tagen noch alle Symptome von Schmerzen weg, für den ich gebetet hatte)

  • 5x Rückenschmerzen vollständig verschwunden; in einem Fall strahlte der Schmerz in beide Füße aus, war aber auch weg; und eine Person berichtete davon, wie sie regelrecht ein Knacken im Rücken an ihren Wirbeln spürte, während ich betete

  • Mehrfach sind Magenschmerzen verschwunden

  • Ein Mann hatte infolge eines Unfalls den Ellbogen gebrochen und immer wieder Schmerzen. Nach mehrmaligem Gebet war die Mobilität fast vollständig wiederhergestellt und die Schmerzen zu 90% verschwunden

  • Drei Frauen kamen durch ein Wort der Erkenntnis mit Kieferschmerzen (aufgrund von CMD) auf mich zu – ALLE waren anschließend schmerzfrei, eine von ihnen konnte sogar einen Rückgang an Schwellungen in ihrem Kiefer beobachten

  • Ich durfte miterleben, wie ein Mann, der 21 Jahre unter Parkinson litt, am zweiten Tag der VOA aus dem Rollstuhl aufstand und gehen konnte, am dritten Tag sogar rennen!! Und er war nicht die einzige Person, die aus dem Rollstuhl aufstand: Bezeugen durfte ich außerdem, wie eine Frau durch den Gottesdienstsaal rannte, die zuvor an den Rollstuhl gefesselt war. Einfach unfassbar! Und gehört habe ich noch von weiteren ehemals Gelähmten

  • Am Sonntag nach der Konferenz durften wir in einer Mall für eine Frau beten, die infolge eines Schlaganfalls halbseitig links gelähmt war und somit im Rollstuhl saß. Leider wurde sie während unseres Gebets nicht vollständig geheilt, aber: Nach und nach kam im linken Arm und Bein ihr Gespür zurück, sie konnte ihren linken Unterschenkel nach vorne heben und schließlich sogar aufstehen, etliche Schritte gehen und dabei Schritt für Schritt an Kraft gewinnen. Wir haben nicht erfahren, ob sie mittlerweile vollständig geheilt ist (weil es oftmals passiert, dass die Heilung erst prozesshaft nach einigen Tagen abgeschlossen ist)

  • Das für mich persönlich erstaunlichste Wunder ist aber dieses: Eine Frau mit (ihrer Beschreibung nach) 30% Sehkraft auf dem rechten Auge konnte nach einem kurzen Gebet wieder vollständig sehen!!! Ich jedenfalls vernahm, dass sie ohne Brille mit nur dem rechten Auge einen Text las, den sie vorher nicht entziffern konnte

Gott ist einfach unfassbar gut und treu. Die Aussagen, die wir in der Bibel finden, stimmen: Er ist immer noch der Heiler (vgl. Ex 15,26). Durch die Wunden von Jesus sind wir geheilt (vgl. Jes 53,5). Es lohnt sich also, auf Gott zu vertrauen.


Dann gab es auch eine Reihe an Menschen, die entweder in Sachen innerer Heilung zum Gebet kamen oder wo sich eine physische Heilung schlicht nicht nachprüfen ließ. So war da ein junger Mann mit jüngst diagnostizierter Epilepsie, der immer wieder an “Aussetzern” litt. Wir legten kurz die Hände auf und beteten, und sogleich fiel der Mann nach hinten um (wir fingen ihn natürlich auf) wo er erstmal regungslos liegen blieb. Mein Übersetzer traf ihn später wieder, dem der junge Mann erzählte, dass er während dieses Knockouts eine Vision gehabt habe, wo Ärzte (Gott ist ja der Arzt :-) seine Schädeldecke wegnahmen und das alte Gehirn gegen ein Neues austauschten. Ob das nur Einbildung war oder Gott das tatsächlich während dessen getan hat, werde ich in diesem Leben wohl nicht mehr erfahren. Weil solche Erlebnisse aber kein Einzelfall sind, kann ich es mir sehr wohl vorstellen.


Was ich auch erfahren durfte, waren die unzähligen Fälle, wo ich bzw. wir (mein Übersetzer und Ich oder ggf. weitere Personen) für Impartation und eine neue Erfüllung mit dem Heiligen Geist beteten, infolge dessen gefühlt die Hälfte aller Personen unter der Kraft Gottes umfiel und/oder sich die ein oder andere Form von Manifestation ereignete (Weinen, Schreien, Zucken, Lachen usw.). Menschen sind unterschiedlich, aber die Brasilianer waren und sind in Summe einfach hungrig nach mehr von Gott und bereit dafür, manche Sicherheit hinter sich zu lassen. Davon können wir Deutschen uns auf jeden Fall eine Scheibe abschneiden.


Denn unterm Strich lassen sich all diese Begebenheiten nicht mit der Logik fassen. Manches von den Symptomen mag vielleicht wieder kommen oder teils Placebo-Effekt sein – darüber kann weder ich noch jemand anderes urteilen. Doch was ich insgesamt erlebt habe, übersteigt bei Weitem die Möglichkeiten eines reinen Placebo-Effektes. Wenn sich unser westliches Weltbild von Ratio und Logik nicht mit diesen Ereignissen verträgt, sollten wir uns doch mal die Frage erlauben, ob nicht vielleicht unser Weltbild unvollständig ist. Zu diesem Schluss komme ich zumindest. Gott will und vollbringt immer noch Heilung, und zwar nicht nur durch Medizin, sondern auch durch Sein übernatürliches Eingreifen.


Damit ist aber auch klar, dass ich selbst in all den Heilungen keinen Verdienst habe. Zu allererst gebe ich Gott dafür alle Ehre – ich bin lediglich Gefäß, Überbringer oder Lieferant, wie Randy so schön sagt. Und dann ist es so, dass wir Beter unter der Salbung von Randy Clark wirken durften. Am Ende habe ich genau, wie Jesus es getan hat, einfach die Hände aufgelegt, den Heiligen Geist eingeladen und Worte/Befehle ausgesprochen wie “Sei gesund!”, ”Krankheit verschwinde” oder ”Schmerzen verschwindet” – all das im Namen und in der Autorität von Jesus. Genau das ist unser Auftrag als Christen (vgl. Mt 10,8). Ich wünsche mir in Deutschland dieselben Wunder, wie wir sie dort erlebt haben. Aber ich glaube auch, dass es uns etwas kosten wird, diesen Durchbruch für Deutschland zu bewirken. Es braucht Mut und Beharrlichkeit dranzubleiben, wenn eine Person nicht geheilt worden ist. Darum spricht Paulus davon, sich mit den Fröhlichen zu freuen und mit den Trauernden zu weinen (vgl. Röm 12,15) – je nach Situation. Doch lasse ich mich nicht von den Fällen bestimmen, wo mein Heilungsgebet nicht durchgekommen ist. Solange es Hoffnung gibt, möchte ich weiterbeten. Nur dann kann ich wirklich einen Unterschied machen.


Wenn Du mehr zu dieser Thematik erfahren möchtest, sei Dir Randys Buch “Kraft zum Heilen” ans Herz gelegt. Aber entscheidend ist, dass wir selbst anfangen zu beten – und Gott ist treu und wird uns nicht im Stich lassen. Bei Fragen dazu schreib mir gern eine Mail.