• Philipp Mertens

Zeugnis: Gott bricht mit neuer Hoffnung und Freisetzung herein

Eines der Privilegien der sechs Wochen, die ich im Gebetshaus in Augsburg erfahren durfte, war, für einige Menschen konkret vor Ort gebetet zu haben (natürlich unter den nötigen Corona-Abstandsregeln). Nicht immer war und ist nach einem Gebet ein sofortiges Resultat zu sehen, aber immer häufiger eben doch. Und so war es auch bei meinem Highlight der gesamten sechs Wochen, als Katha und ich an meinem vorletzten Tag dort für einen der Mitarbeiter beten durften. Lest zunächst, wie er es erlebt hat:


“Philipp, der im Gebetshaus ein 6-wöchiges Volontariat gemacht hat, wollte mir zum Abschluss seine Frau Katharina vorstellen, da sie ihn abholte. Ich hatte mir schon im Vorfeld überlegt, nicht nur Small-Talk zu halten, sondern Persönliches reinzubringen.


Da ich ja wußte, daß die beiden aus Frankfurt kommen, erzählte ich, dass mir die Gegend vertraut sei, da ich dort in der psychosomatischen Klinik "Hohe Mark" war. Katharina erwiderte, dass sie ebenfalls dort gewesen sei (aufgrund starker Depressionen). Und so berichtete sie mir, wie herausfordernd diese lange Krankheitsphase auch für ihre Ehe gewesen sei.


In dieser Offenheit konnte ich meine Frage platzieren, die mir unweigerlich auf der Zunge brannte: ’Wie bist du da wieder rausgekommen?’ Sie antwortete, dass sie da kein Rezept habe, aber in Redding in der Bethel-Church bei den Healing Rooms gewesen sei und Gott sie wundersam geheilt habe. Philipp ergänzte noch etwas, worauf mein Geist reagierte. In diesem Augenblick brach das Eis in mir und eine neue, übernatürliche Hoffnung stieg in mir auf. Es fühlte sich so an, als ob der Heilige Geist Platz in mir machte und damit Festungen wegsprengte.


Katha und ich (Philipp) hatten so etwas derart intensiv auch noch nicht erlebt. Aber es fühlte sich an, als ob das Feuer Gottes vom Himmel fiel und sich der Heilige Geist über uns alle legte - fast so wie an Pfingsten. Gottes Kraft und Gegenwart waren so dermaßen als Gewicht zu spüren wie selten. Und unser neu gewonnener Freund wirkte in höchstem Maße befreit und lebendig. In dieser Freiheit begann er anschließend, über uns zu prophezeien - nicht einfach mit Euphorie, sondern mit Inspiration und Präzision von Dingen und Zusammenhängen, die er gar nicht wissen konnte. Eine klare Win-Win-Situation.


Ich bin sicher, ja kann bezeugen, dass Gott in diesem Moment eine echte Freisetzung herbeiführte - durch die Kraft des Zeugnisses darüber, was Er schon in Katha getan hatte. Denn wir haben entdeckt, dass Gott die Dinge, die Er schon mal getan hat, wieder tun kann und will. Worte haben Kraft, und Gott bekommt durch das Erzählen solcher Zeugnisse die Ehre. Das setzt nicht nur bei uns Glauben frei, sondern öffnet unserer Erfahrung nach auch eine Art Fenster in der Atmosphäre. Katha und ich fuhren dabei nicht nur beschenkt nach Hause, sondern sahen ein Stückchen unserer gemeinsamen Berufung anbrechen. Unser Gott ist einfach gut!


Wenn Du unter ständiger Hoffnungslosigkeit, Ängsten und/oder Depressionen leidest, solltest Du auf jeden Fall fachärztliche Hilfe aufsuchen. Bleib nicht allein mit den Dingen, sondern bringe sie ans Licht! Du musst da nicht allein durch. Wir haben außerdem erlebt, wie entscheidend es sein kann, bei Gott direkt Hilfe zu suchen (Medizin ist trotzdem nicht zweite Klasse!). Von daher kann ein Gebet wie Nachfolgendes einen grundlegenden Unterschied machen. Wenn Du betroffen bist, lade ich Dich ein, es (am besten laut) auszusprechen:


“Jesus Christus, ich danke Dir für mein Leben und dafür, dass Du mein Heiler und Befreier bist. Danke, dass Du die Hoffnung in Person bist und mich bedingungslos liebst und angenommen hast. Dein Plan für mein Leben ist nicht mein jetziger Zustand, sondern Freude, Hoffnung und echte Freiheit.


Von daher gebe ich Dir, Jesus, meine … (zB Hoffnungslosigkeit, Depression, Angst). Ich breche jede Übereinstimmung, die ich bewusst oder unbewusst mit … getroffen habe. Ich bitte Dich, Papa-Gott, schicke … von mir fort. Und Papa, was möchtest Du mir statt dessen geben? (und jetzt erwarte und höre, dass Gott Dir in dem Moment etwas gibt: Ein Gedanke, ein Gefühl, ein Song, ein inneres Bild, ein Auftrag etc.).


Danke, dass ich bei Dir wirklich frei sein darf. Bitte füll mich jetzt (ganz neu) mit Deinem Heiligen Geist!“


Amen.“


P.S. Das Freiwerden und Freibleiben ist oftmals ein fortlaufender Prozess. Von daher scheue Dich nicht davor, dieses oder ein ähnliches Gebet immer wieder zu beten und mit Deinem Zustand zu Gott zu gehen. Auch kann ein geschulter Gebetspartner/Seelsorger (für inneres Heilwerden) sehr hilfreich sein, den/die Du zB hier findest.